Die Zukunft der Firmenflotten: weniger Karten, mehr Durchblick
Shownotes
Mehr zu der im Podcast erwähnten Mobilitätsstudie erfahren Sie hier: https://www.visa.es/content/dam/VCOM/regional/ve/unitedkingdom/PDF/vca/uk-vca-fleet-and-fuel.pdf
Und wenn Sie mit Thomas Regensteins Team in den Austausch gehen wollen: fleeteurope@visa.com
Mehr zu So klingt Wirtschaft, dem wöchentlichen Business-Podcast der Solutions by Handelsblatt Media Group, unter: handelsblatt.com/adv/soklingtwirtschaft/
Dieser Podcast ist kein Produkt der Handelsblatt-Redaktion. Für den Inhalt sind die Interviewpartner*innen und die Handelsblatt Media Group Solutions verantwortlich.
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00:00:01: Erstens, neunzig Prozent aller Leute die eine Flotte betreiben haben heute eine Tankkarte oder eine Ladekarte.
00:00:06: Wenn sie ein Tankkart haben, haben sie zwei Komma drei in der Hand.
00:00:09: beim EV-Charging sind es vier Komma acht Garten in der hand also faktisch fünf.
00:00:14: diese ganzen bezahlen Methoden muss ja irgendeiner managen
00:00:21: so klingt Wirtschaft.
00:00:22: Zukunftsthemen für Unternehmen.
00:00:25: jeden Mittwoch sprechen wir mit Entscheiderinnen über die Herausforderung und Trends in ihrer Branche Mit jeder Menge Insights und neuen Denkanstößen.
00:00:35: Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft!
00:00:38: Dienstwagen, Firmenfahrzeuge LKWs im Unternehmensbesitz über twenty-fünf Milliarden so viel geben deutsche Unternehmen laut Schätzung für ihre Flotten aus – und das schließt Ausgaben für Dienstreisen generell noch nicht mal mit ein.
00:00:54: Denn diese liegen bei siebenundvierzig Milliarden deutschlandweit zumindest laut Verband deutsches Reisemanagement.
00:01:01: Damit ist Mobilität kein Randthema mehr.
00:01:04: Sie ist ein riesiger Kostenblock im Mittelstand, Firmen flotten Lade-, Tankprozesse-Servicefahrten, wechselnde Mobilitätsangebote – viele Unternehmen verlieren dort die Übersicht und das in einer Zeit, in der jeder Euro und jede Minute zählt!
00:01:21: Warum ist das wichtig?
00:01:24: Je nach Fahrzeugklasse entstehen pro Firmen Fahrzeug viertausend bis zehntausend Euro kosten.
00:01:31: Doch wie viel genau?
00:01:32: Das wissen scheinbar auch nur die wenigsten Unternehmen.
00:01:35: Laut einer Visa-Studie haben siebenundvierzig Prozent der Unternehmen kein Echtzeitüberblick über ihre Mobilitätsausgaben und verlieren dadurch bares Geld.
00:01:47: Was also tun, wie stellen sich Unternehmen besser und transparenter auf?
00:01:51: Darüber sprechen wir heute!
00:01:55: Mein Name ist Jessica Springfeld und ich spreche darüber mit Thomas Regenstein vom Visa.
00:02:00: Er ist Direktor für das Fleet- und BtoB Mobility Europe Geschäft.
00:02:05: Schön, dass du da bist!
00:02:07: Ja danke, hallo!
00:02:08: Lass uns erstmal das ganze Thema generell aufmachen.
00:02:11: wenn wir uns die Mobilitätswelt von heute anschauen was hat sich aus deiner Sicht radikal geändert?
00:02:19: Ich habe heute Autotypen die vor fünfzehn Jahren nicht hatte beispielsweise Elektro.
00:02:25: Ich habe heute neue Fuel-Typen, mit denen ich das Auto oder das Vehikel bewege.
00:02:29: Es gibt neue Möglichkeiten heute Mobilität zu erfahren – sein Scooter, seines Hailriding also die Ubers dieser Welt.
00:02:38: Ich hab Realzeitdaten und kann Auswertungen fahren
00:02:41: etc.,
00:02:41: all diese Dinge führen dazu dass heute die Firmen sagen ich möchte eine Änderung haben.
00:02:46: und zudem gibt es dann noch ein paar Handbereiche wie zum Beispiel Reporting da sie vielleicht auch als Firma abliefern muss.
00:02:54: Du meinst ESG Reporting?
00:02:55: ESG reporting zum Beispiel.
00:02:57: Alles klar!
00:02:58: Wenn du mit Unternehmen sprichst, was ist dann der größte Pinpoint und was ergeben sich daraus für Probleme?
00:03:04: Wir haben eine Studie gemacht und Kunden befragt.
00:03:07: dabei kam heraus erstens neunzig Prozent aller Leute die eine Flotte betreiben haben heute eine Tankkarte oder eine Ladekarte.
00:03:13: wenn sie eine Tankart haben, haben sie zwei Komma drei in der Hand.
00:03:16: beim EV-Charging sind es vier Komma acht Karten in der hand.
00:03:20: also faktisch fünf.
00:03:21: Und die haben halt dann gesagt dass die Kartenlösungen, die heute da sind und diese Bezahllösung.
00:03:26: Die sind
00:03:27: gut!
00:03:28: Die laufen, die funktionieren gibt es sozusagen nichts dran zu bänkeln.
00:03:32: aber für die Zukunft sehen sie das halt nicht so sehr.
00:03:35: Diese ganzen bezahlen Methoden muss ja irgendeiner managen.
00:03:39: Und jetzt bleiben wir mal ganz einfach bei diesem Beispiel mit den Zahlen, die uns die Kunden gesagt haben.
00:03:46: Ich habe also faktisch zwei Komma drei Karten gibt's nicht.
00:03:48: ich runde jetzt mal auf.
00:03:52: Ich habe faktisch fünf Apps oder Karten für E-V-Charging.
00:03:57: Ich hab vielleicht zu Hause, für die Leute den Homecharger haben, denen ich unterstütze, habe ich noch eine Bezahlmöglichkeit und dann habe ich unter Umständen noch eine Corporate-Karte oder eine Businesskarte für die Menschen im Management typischerweise oder vielleicht für Ingenieure, Ingenieurinnen, Konsultens, Konsalte, die rumfahren beim Kunden sind.
00:04:15: Das heißt, faktisch habe ich zwischen acht und zehn Bezahlmöglichkeiten, die ich managen muss Und ich habe selber mit Großunternehmen gesprochen, die mir gesagt haben.
00:04:25: Das ist alles schön!
00:04:26: Geht alles?
00:04:28: Wir haben aber in achtundzwanzig Ländern zweiinvierzig Kartentypen – zum Beispiel sagte mir der einen und die hatten nur Pkw's – und alles was sie an Rabatten etc.
00:04:37: so bekommen müssen Sie im Prinzip aufwenden dafür dass sie das alles integrieren können in ihre nachgelagerten Accounting-Systeme typischerweise Buchhaltungssystem oder vielleicht auch Compliance-Ssystemen oder vielleicht doch Reporting Systeme je nachdem was man braucht im Land
00:04:52: Zeit, dass sich da also was ändert.
00:04:54: Gibt es denn schon ganz konkrete Unternehmungen und Use-Cases die du gesehen hast?
00:04:58: Vielleicht auch europaweit weil du ja das europaweite Geschäft machst Die da einen Weg gefunden haben?
00:05:04: Ja Es gibt Ganz verschiedene Lösungen Und natürlich ist jeder Anbieter universell.
00:05:09: Das heißt also nicht dass der wenn der eine anbietet etwas anbiete Dass alle anderen das auch machen müssen.
00:05:13: Also wie immer Jeder positioniert sich in seinem eigenen Umfeld.
00:05:18: Aber wir haben zum Beispiel Lösungen die fangen damit an dass Firmen sagen Ich habe heute Karten für Tracker.
00:05:25: Das sind diese klassischen Tankkarten, hab aber dann zusätzlich eine Visa-Karte mit der ich alles andere bezahlen kann.
00:05:33: Das können zum Beispiel Notfälle sein.
00:05:35: Man stellt sich vor, konstruiere jetzt mal einen Reifen platzt oder ich müsste neuen Spanngurt kaufen etc.
00:05:42: und dann nutzen die diese zusätzliche Karte sie haben und ideal typisch kommt das dann beides zusammen.
00:05:48: Das ist eine Möglichkeit.
00:05:49: Eine zweite Möglichkeit in England haben wir einen Anbieter, der sagt Wir haben heute unsere Ladeinfrastrukturkarte Aber für alles andere bieten wir noch eine zusätzliche Karte an aber nur eine Karte das es halt einfacher ist wie die Leute dass also wenn sie auf Reisen gehen das machen können.
00:06:06: Dann haben wir Skandinavien als auch im ehemaligen Jugoslawien haben wir Lösungen Die gerade eben entstehen sind die genau dieses Thema zusammenbringen die Konvergenz also zwischen der flotten Welt als auch der Reisewelt, die sie zusammenbringen.
00:06:20: Und wir haben ein Live-Beispiel in den Niederlanden Belgien – da gibt es einen Anbieter, einen klassischen Tankkartenanbietern und Tankstellenanbieten, der sein Geschäft erweitert hat und jetzt eine Mobilitätskarte anbietet mit Interaktion übers Handy, mit Google & Apple Pay, mit allen modernen Sachen, die man machen kann heute über Apps.
00:06:43: Jetzt muss ich dich ganz kätzlerisch fragen, ne?
00:06:45: Guck's hier ins Ausland.
00:06:46: Jetzt weiß ich du darfst keine konkreten Anbieter in Deutschland nennen aber es stehen denn da auch inzwischen Leute in den Startlöchern und umgekehrt sagst du vielleicht sogar hey!
00:06:56: Und wenn ihr eine Idee habt dann kommt auf uns zu und wir unterstützen.
00:06:59: Also sind zwei Sachen.
00:07:00: das eine ist natürlich haben Wir anbieten in Deutschland die das machen können.
00:07:03: Das zweite ist dass wir Natürlich jeden aufrufen weil wir denken dass mir eine Möglichkeit bieten für alle Anbieter heute in dem Bereich Mobilität.
00:07:14: Sei das ein Händler, sei das ein Fintech, sei dass ein Endkunde, dass wir diese Leute mit diesen Leuten reden um dann eine Lösung zu erstellen die dann vielleicht ein bisschen anders ist.
00:07:27: jetzt werden wir keine Individualprogrammierung machen sondern wir haben Partner.
00:07:31: dafür haben wir sehr auch diese gute Lösungen anbieten.
00:07:34: nichtsdestotrotz ist es so dass wir gerne Feedback einfangen auf der einen Seite und versuchen auch neue Lösungen zu machen.
00:07:41: Das ist Teil, wie man heute in Neu-Deutsch sagt in der DNA dieser Mobilitätsgruppe von uns dass wir versuchen auch neue Sachen mit anzubringen.
00:07:52: Und dann wäre sozusagen die Lösung okay.
00:07:55: wenn ich nur noch im Idealfall eine Karte habe mit der alles gemacht wird?
00:08:00: Dann hab' ich natürlich auch ein Backend indem mich live verfolgen kann wo liegen denn meine Mobilitätskosten in dem Monat
00:08:06: Genau, das ist eine Möglichkeit.
00:08:07: Das ist ja, ich sag mal standard wie das viele aus der so wie wir es ja in den Open Loop Welt kennen.
00:08:14: Das heißt so wie eine Kreditkarte oder eine Debitkarte die ich heute vielleicht von meiner Sparkasse oder von meiner Bank in der Hand habe oder von den Ralfreisen Kollegen dass ich diese Karte hab und kann ja im Prinzip genau sehen was ist denn eigentlich offen?
00:08:28: Was sind meine Ausstände und wo habe ich's ausgegeben?
00:08:31: Das ist der eine Teil.
00:08:34: Und es gibt dann noch die anderen Möglichkeiten, dass man sagt naja diese Daten, Echtzeitdaten und die Technik ist ja soweit fortgeschritten.
00:08:42: Dass ich dann zum Beispiel sagen kann wenn eine Karte jetzt genutzt wird und es gibt einen Umsatz in Japan an einem Geldautomaten und ne Minute später auf der A-III der Olexer Heide gehe ich tanken das dann das System merkt da stimmt ja irgendwas nicht.
00:09:03: Da gibt es irgendwelche Korrelationen, die nicht passen.
00:09:06: Weil ich kann Geld abheben in Japan und im nächsten Minute in Düsseldorf stehen.
00:09:11: Das sind diese Real-Time-Komponenten.
00:09:13: Es gibt sehr viele Firmen mit denen wir Partnern, die aus dieser Technik-Ecke kommen... ...und die dann Lösungen anbieten wie zum Beispiel Telemetrie.
00:09:22: Die bieten Lösungen um Daten aus den Fahrzeugen zu nehmen,... ...um dann darzustellen für Compliance.
00:09:28: Die können z.B.
00:09:29: checken habe ich getankt?
00:09:31: Und ist der Benzinpegel auch gestiegen?
00:09:35: oder habe ich gecharged?
00:09:36: und ist auch der Batteriepegel gestiegen.
00:09:40: Auch das ganze Thema Fraud Detection wird einfacher durch solche Lösungen.
00:09:44: Das macht Sinn, ich denke auch gerade darüber nach.
00:09:47: wir leben natürlich gerade in Zeiten von extrem gestiegenen Benzinpreisen.
00:09:52: Auch sowas ist wahrscheinlich dann für kleinere Unternehmen ja auch wichtig zu wissen wo lande ich denn diesen Monat mit meinen komplett Ausgaben muss sich Rückstellungen bilden weil auf einmal sagen wir mal meine zwanzig Handwerkerfahrzeuge die draußen sind zwanzich Prozent mehr Kosten verursachen.
00:10:08: lass uns ganz konkret werden Thomas, wenn ich heute als mittelständisches Unternehmen mein Mobilitätsmanagement neu aufstellen möchte.
00:10:15: Was wären deiner Meinung nach die drei wichtigsten Schritte?
00:10:19: Faktisch Analyse, Analysee, Analyse fange ich mal mit an sind ja schon drei aber es ist es wichtig glaube ich nochmal zu verstehen wo stehe ich und was kann ich und wie verändert sich vielleicht auch mein Geschäft.
00:10:31: also da ist die Analysel immer immer wichtig.
00:10:33: dann würde ich doch mal die Mitarbeiter fragen was sie denn auch wollen und wie sie denn dazu stehen.
00:10:39: Und vielleicht kommt dabei raus, naja, fünfzehn Prozent wollen vielleicht gar kein Auto mehr die würden lieber eine Bahnkarte nehmen.
00:10:45: Und dann ist das Thema sich wirklich zu informieren weil es gibt sehr viele Angebote und natürlich ist auch schwierig weil es auch so viele Angeboten gibt.
00:10:53: aber ich glaube jeder Schritt da rein jeder der sich ein bisschen damit beschäftigt mit den Mechaniken mit Dingen auch vielleicht mal die die noch zusätzlich analysiert werden was bezahle ich eigentlich dafür?
00:11:04: bezahl ich da eine Monatsgebühr, bezahle ich da Transaktionsgebühren und was auch immer für Gebühren.
00:11:10: Dass man das alles noch mal mit rein nimmt.
00:11:12: Ich glaube es ist... Für jeden ist es machbar!
00:11:17: Und wenn wir in die Zukunft gucken du sagst jetzt schon riesiges Thema?
00:11:20: Da tut sich total viel.
00:11:21: Wenn du in der Zukunft guckst wo glaubst so stehen wir so in zwei bis drei Jahren bei dem Thema?
00:11:26: Also mit dieser Konvergenz ist schon ein Sprung gemacht habe ich einfach mal dass es das überhaupt gibt und dass es da Produkte gibt nutzen kann.
00:11:37: Und in zwei, drei Jahren wird man wahrscheinlich mehr von dem sehen.
00:11:41: aber auch sehr individuelle Use-Cases weil was wir und was ich auch ein bisschen unterschätzt habe persönlich war in den Diskussionen, dann redet man mit Tankgesellschaften oder man redet mit Chargepoint Operatoren also den Anbietern von EV Charging.
00:12:00: die müssen noch alles gleiche machen und das ist nicht so.
00:12:03: Deswegen werden wir viele unterschiedliche Use-Cases sehen, so wie die das für ihre Kunden und ihr Segment anstellt.
00:12:14: Und jetzt der Gedanke zum Mitnehmen!
00:12:34: Stehen wir gerne zur Verfügung.
00:12:36: Ich kann gerne nochmal eine E-Mail Adresse nennen, das ist die Fleet Europe at visa.com.
00:12:43: Da können sich alle gerne melden.
00:12:46: ich versuche dir dann zeitnah
00:12:48: zu beantworten.
00:12:49: Unsere Mobilität ändert sich und eigentlich ist das klasse.
00:12:53: Und toll zu sehen, Zeit also auch für Unternehmen nachzuziehen und da wirklich Transparenz herzustellen und im besten Fall baches Geld zu sparen.
00:13:01: Vielen Dank Thomas!
00:13:02: Für die Einblicker zu dem Thema und vielen lieben Dank Ihnen fürs Einschalten.
00:13:06: Danke sehr.
00:13:09: So klingt Wirtschaft.
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